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Sacred Blues Band
Wer 2010/2011 das Glück hatte, die Sacred Blues Band bei einem der schönen Sommer-Events live zu sehen, rieb sich vielleicht verwundert die Augen, hört man solch authentische Country- und Folkklänge doch eher selten. Das dachte sich auch das Team von Performance Music und seit dem herrscht zwischen Wolf, seiner Band und den Leuten von Performance Music eine enge musikalische Freundschaft. Wie fruchtbar die Verbindung zwischen ihnen ist, kann man schon hören und zwar auf der aktuellen Live-CD "Live at Weseler Werft". Der Release einer neuen Studio-CD bei Performance Music ist bereits für 15. Juni 2012 geplant!!
It’s only rock’n’roll ...
Wolf Schubert-K. hat eine Vergangenheit, aber viel wichtiger auch wieder eine Zukunft. Die Vergangenheit, das sind Bands wie die Dirty Birdies, The Burning Rubberdolls und Cosmic Twins. Bei den einen gab er Frankfurts späte Antwort auf Keith Richards, den typischen Telecaster-Gitarristen, der – wie das Vorbild – auch gerne mal das Klischee von Sex’n’drugs’n’rock’n’roll auslebte. Die zweiten waren German-American-Country-Trash-Kult. Und die letztgenannten zelebrierten schon damals ein Back to the roots mit rein akustischen Klängen, die selbst Reinhard Holstein begeisterten, der daraufhin die Band für sein legendäres Glitterhouse-Label unter Vertrag nahm.
Vom Sprit zum Spirit
Nach dem Cosmic Twins, mit denen er extensiv und exzessiv durch Deutschland, Belgien und Frankreich tourte, musste Wolf Schubert-K. seinem unsteten Lebenswandel mit massiven gesundheitlichen Problemen Tribut zollen. Die Zwangsbühnenpause nutzte er, um wieder klar denken zu lernen, aber auch für Experimente im eigenen, kleinen Studio. Und die Songs, die er seither schrieb und sammelte, wurden Teil der Therapie. Dass auch Gospelsongs darunter waren, zeigt Schubert-K.’s Wandlung vom – ein winziges i mehr macht den großen Unterschied – Sprit zum Spirit und einen Prozess der Läuterung.
Country beyond Country
Als es darum ging, die Stücke für ein Album aufzunehmen, kristallisierte sich schnell heraus, dass die Aufnahmen stärker denn je in Richtung Roots Music gehen würden. Der leider viel zu früh verstorbene Frankfurter Musikjournalist, Manager und Musiker Bob Lyng war als enger Freund eine große und wichtige Inspiration, der noch gemeinsam aufgenommene Hank-Williams-Klassiker „Your Cheatin‘ Heart“ auf dem Album „Sacred Blues“ ein Vermächtnis. Dass die beiden anderen Coverversionen, „All My Tears“ und „Rest In The Arms Of Angels“, von Gospel-Legende Julie Miller und Countrymusikerin Tammy Rogers stammen, verdeutlicht die neue Positionierung. Aber die alten Helden, Chuck Berry, die Stones, Gram Parsons oder Neil Young, sind noch genauso wichtige Impulsgeber wie Emmylou Harris und Bluegrass-Ikone Alison Krauss.
Vom Solo- zum Bandprojekt
Mit der noch selbst gebrannten Ur-Version des Albums „Sacred Blues“ ging Wolf Schubert-K. auf die Straße, spielte – ausgerüstet mit einem kleinen Verstärker – auf Frankfurts Zeil oder in den Altstädten von Heidelberg und Marburg, verkaufte seine CD dort für 10 Euro. Als Plattenlabels zwar Interesse zeigten, aber nicht in die Gänge kamen, nahm der Musiker sein Schicksal selbst in die Hand. „Wenn’s die anderen nicht gebacken kriegen, mach’ ich’s alleine.“ Einfache Fragen wurden zu echten Herausforderungen. Wie macht man das, wenn drei Coverversionen auf der Platte sind? Man kontaktet die Verlage oder die Künstler selber. Das war so einfach wie spannend. Parallel ging Wolf Schubert-K. daran, eine Band aufzubauen. Die Rhythmussektion war gesetzt. Mit den alten Cosmic Twins-Mitstreitern Dirk Rucker (Bass), der schon früh bei der Produktion des Albums half, und Stefan Myschor (Schlagzeug, Percussion), dem deutschen Jim Keltner. Mit Mathias „Muli“ Müller traf Wolf Schubert-K. nach zehn Jahren einen Musiker wieder, der nach seiner Deutsch-Rock-Vergangenheit mit Jocco Abendroth musikalisch eine ähnliche Entwicklung genommen hatte und der mit Gitarre, Dobro, Mandoline und Fiddle bestens ins Soundkonzept der Sacred Blues Band passte. Die Überraschung im Line up ist Rebecca Berg, die an der Hochschule in Frankfurt studiert und auch im Jazz zuhause ist. Wenn man sie die zweite Stimme singen hört, glaubt man kaum, dass sie absolute Country-Novizin ist. „Ich habe Rebecca über einen Freund kennen gelernt, wir haben uns gegenseitig neue musikalische Horizonte eröffnet, sangen zusammen und unserer Stimmen klebten auf Anhieb aneinander“, erzählt Wolf Schubert-K. Auch ihr Klavierspiel ließ sich mühelos einbinden wie überhaupt alles – wie die Amerikaner es ausdrücken würden – auf’s richtige Plätzchen fiel. „So schwierig der Prozess der CD-Produktion war, so problemlos ist dann alles so zusammengelaufen zu dem Punkt, wo es jetzt ist.“ Die neue Live-CD macht dies deutlich.Wie gesagt: Wer 2010 und 2011 das Glück hatte, die Sacred Blues Band bei einem der schönen Sommer-Events live zu sehen, wird das nachvollziehen können. Die Resonanz auf die Auftritte war auch deshalb so positiv, weil jedem Zuhörer auf Anhieb bewusst war, hier eine Band zu hören, die es so kein zweites Mal gibt. Denn wer in Deutschland vermag so laid back zu spielen wie die Sacred Blues Band? Sie spüren schon – das ist eine rein rhetorische Frage …
Kleines Juwel
Reinhard Holstein fand dafür bei seiner CD-Kritik folgende Worte und nahm das Album auch wieder in seinen Glitterhouse-Katalog auf: „Akustische Gitarren bilden die Grundlage, auf denen sich perlende Dobroläufe, sirrende Slide-Gitarren und jubilierende Mandolinen wohl fühlen, sanft getrieben von getupften Basstönen und unaufdringlicher Perkussion. Mal ein Piano, eine Harmonica, nicht die Neuerfindung dieser Musik, aber mit einem Vibe, der eben durchweg unter die Haut geht. Die Texte der zwölf eigenen Songs beschreiben Ups and Downs, geschrieben und gesungen von einem, der jahrelang zwischen Zusammenbruch und Aufbruch lebte, was man glaubt in jeder Zeile spüren zu können. So klingt die Stimme auch etwas angeschlagen, von Schmerz und Leben gezeichnet, aber doch irgendwie von neuer Hoffnung getrieben und gewillt, noch einmal alles zu geben. Die warme Homerecording Atmosphäre macht ,Sacred Blues letztendlich zu einem kleinen Juwel, das allen ans Herz gelegt ist, die sich hier angesprochen fühlen “
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News
Neue Studio-CD am 15.Juni !!
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LIVE CD STILL AVAILABLE !!!
Mailorder:
office@performancemusic.de
8,- € + 2,- € Porto/Versand
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